Geschichte

 

Die Gründung.

 

Nachdem bereits zehn Jahre zuvor ein Blitz in den Turm eingeschlagen hatte, wurde die Fuschler Kirche am 10. Juni 1880 erneut von einem Blitzschlag heimgesucht und dabei in Brand gesetzt. Das Gotteshaus besaß zwar eine kleine Handspritze, deren Wasserstrahl aber kaum an die oberen Fensterbögen heranreichte, was ein Löschen praktisch unmöglich machte. Auch die per Laufboten verständigte Feuerwehr St. Gilgen traf nicht mehr rechtzeitig ein, um die Zerstörung der Kirche verhindern zu können.

Dieses Ereignis führte in der damals 350 Einwohner zählenden Gemeinde zur Erkenntnis, dass eine eigene Feuerwehr unbedingt vonnöten sei. Trotzdem dauerte es noch weitere acht Jahre, bis sich auf Veranlassung des Bürgermeisters Peter Windauer 1888 schließlich 18 Fuschler Männer unter der Führung des Schlossermeisters Georg Ferstl zusammenschlossen. Die Freiwillige Feuerwehr Fuschl war geboren (der Name Fuschl am See wurde erst 1932 eingeführt).


Die ersten Jahre.

 

1892 – nach dem Umzug von Georg Ferstl nach Ebenau übernimmt Rupert Ebner die Geschicke der Feuerwehr.

1893 – die erste offizielle Feuerwehrfahne wird geweiht, über deren Verbleib heute allerdings leider nichts mehr bekannt ist.

1904 – um den Ausbildungsstand der Feuerwehr zu heben, wird ein geregelter Übungsbetrieb mit je vier Haupt- und Schulungsübungen eingeführt, wobei für Hauptübungen aus jedem Haus ein Mann gestellt werden muss.

Am 2. September desselben Jahres erlässt die Gemeinde Fuschl eine Feuerlöschordnung, die neben Bestimmungen zum Schutz vor Feuer auch den Feuerwehrdienst regelt.


Ein neues Jahrhundert.

 

1913 – am 22. Juni begeht die Freiwillige Feuerwehr ihr 25-jähriges Jubiläum, das mit einem großen Festakt unter Mitwirkung von 17 auswärtigen Vereinen stattfindet.

1919 – mit 28. September übernimmt der Schuhmachermeister Josef Rettenbacher das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr und prägt die folgenden Jahre durch eine straffe Organisation und bessere Ausbildung der Mannschaft.

1925 – beim Bau der Ortswasserleitung werden – auf den besonderen Einsatz des Ortskommandanten hin – auch Hydranten errichtet.

1928 – anlässlich des 40-jährigen Gründungsfests am 24. Juni 1928 wird eine neue Fahne geweiht.

1934 – dank stetiger Ausrüstungsmodernisierung steigt auch das Interesse an der Mitarbeit in der Feuerwehr und so können nun bereits 60 Mitglieder gezählt werden.

1945 – die Vollversammlung ernennt Sebastian Klaushofer in seiner Abwesenheit zum Kommandanten.

1946 – Klaushofer wird durch seinen Stellvertreter Erasmus Haberpointner abgelöst.

1954 – am 2. Mai fällt die Wahl auf Josef Rettenbacher als neuen Ortskommandanten.

1961 – vom 21. bis 25. Juni Teilnahme am 1. Internationalen Feuerwehrwettbewerb in Bad Godesberg mit Gewinn der Goldmedaille.

1961 – ebenfalls in diesem Jahr wird eine Einsatzgruppe der Österreichischen Wasserrettung gegründet, der auch viele Mitglieder der Feuerwehr angehören.

1966 – Eingliederung dieser Einsatzgruppe in die Feuerwehr Fuschl am See.

1969 – auf Initiative von Johann Ebner wird am 26. März 1969 erstmals eine Blutspendeaktion in Fuschl am See durchgeführt. Diese ist bis heute ein fixer jährlicher Bestandteil der Tätigkeit unserer Feuerwehr.

1975 – bei der Jahreshauptversammlung wird am 4. Mai Josef Leitner zum neuen Kommandanten gewählt und der bisherige Kommandant Josef Rettenbacher zum Ehrenkommandanten ernannt.

1988 – im Rahmen des Festes zum 100-jährigen Bestehen vom 17. bis 19. Juni erfolgt die Weihe der dritten Feuerwehrfahne. Der Mitgliederstand der Feuerwehr beträgt mittlerweile 82 Aktive, 57 Nichtaktive und 3 Ehrenmitglieder.

1995 – Bartholomäus Frauenlob wird bei der Jahreshauptversammlung am 30. April 1995 zum Kommandanten gewählt und zugleich Josef Leitner zum Ehrenkommandanten ernannt.


 2000 bis 2013

 

2001 – auf Initiative von Gerhard Leitner beschließt man am 27. März die Gründung einer Feuerwehrjugend. Von den 54 Buben und Mädchen, die bis zum heutigen Tag dort engagiert waren, sind gegenwärtig immer noch 31 als aktive Mitglieder in unserer Feuerwehr.

2005 – Josef Rettenbacher übernimmt als Kommandant die Geschicke der Feuerwehr Fuschl am See, die zu diesem Zeitpunkt aus 76 Aktiven, 85 Nichtaktiven, 8 Mitgliedern in der Feuerwehrjugend und einem Ehrenmitglied besteht.

2013 – zum diesjährigen 125-jährigen Jubiläum zählt die Feuerwehr 74 Aktive, 82 Nichtaktive, ein Ehrenmitglied und sechs Jugendfeuerwehrmitglieder.

 

Die Ausrüstung – von damals bis heute.

 

1888 – zur Gründung schafft man eine neue Saug- und Druckpumpe mit Handbetrieb an, deren Leistung für die damalige Zeit bereits zwar hoch, jedoch sehr mannschaftsintensiv ist.

1930 – die erste Motorspritze wird gekauft. Die von der Firma Gugg hergestellte Pumpe mit Vierzylindermotor-Antrieb hat eine Förderleistung von 800l/min. Die handbetriebene Pumpe übergibt man dem Löschzug Ellmau, eine weitere Kübelspritze wird beim Oberschoberbauern stationiert.

1934 – war die Feuerwehr bislang ausschließlich mit Pferdefuhrwerke unterwegs, 1934 erwirbt man einen siebensitzigen Mercedes-PKW und baut diesen zu einem Lösch- und Sanitäts-Fahrzeug um.

1945 – Ablösung des ersten Fahrzeugs durch einen aus zurückgelassenen Wehrmachtsbeständen gekauften, dreiachsigen Sanitäts-LKW mit Platz für eine Motorspritze oder eine Trage für Krankentransporte. Schläuche und sonstige Ausrüstung werden in einem Anhänger untergebracht.

1948 – ein Steyr 640 ergänzt ab 20. April den Fuhrpark der Feuerwehr Fuschl am See.

1962 – die nächste Anschaffung ist ein Opel Blitz um 8.500,– Schilling.

1963 – nun wird die später eingegliederte Einsatzgruppe der Wasserrettung mit 40 PS Außenbordmotor auch auf dem Wasser mobil. Das Motorboot, später anlässlich des 75-jährigen Gründungsfests auf den Namen „Barbara“ getauft, stellt dankenswerter Weise der Landesfeuerwehrverband zur Verfügung.

1969 – mit dem am 17.10. angekauften Landrover, ein Löschfahrzeug mit Vorbaupumpe, modernisiert man erneut den Fahrzeugbestand.

1978 – anlässlich des 90-jährigen Bestandsjubiläums wird am 30. Juli das erste Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Fuschl am See (ein Fiat PC75 um 1,2 Millionen Schilling) in Dienst gestellt.

1979 – der zweisitzige Trupptank erfährt durch einen ehemaligen VW-Gaisberg-Ausflugsbus nun als Mannschaftstransporter eine wesentliche Ergänzung.

1982 – das zweite Motorboot „Kathrin“ geht in Dienst.

1988 – zum 100-jährigen Bestandsjubiläum erhält die Feuerwehr ein neues Löschfahrzeug Steyr 10S18 sowie eine neue Pumpe vom Typ Rosenbauer TS 12 Fox. Am 11. Juli wird zudem das erste Boot „Barbara“ durch das neue – „Paula“ – abgelöst.

1994 – ein neuer VW-Bus ersetzt den in die Jahre gekommenen, ersten Mannschaftstransporter.

2000 – am 12. August wird die Ausrüstung um eine Tragkraftspritze Ziegler Ultra-Leicht ergänzt.

2004 – der immer öfter notwendigen Personenbergung nach Verkehrsunfällen trägt man durch Anschaffung eines hydraulischen Rettungsgeräts Rechnung.

2005 – der Landesfeuerwehrverband stellt ein neues Boot zur Verfügung, das auf den Namen „Veronika“ getauft wird und auch für Einsätze in anderen Gemeinden herangezogen werden kann.

2008 – im Rahmen der Florianifeier stellt man am 4. Mai ein neues Tanklöschfahrzeug in Dienst, während das alte für die Aktion „Bauern helfen Bauern“ mit einem größeren Konvoi nach Srebrenica überstellt wird.

2013 – anlässlich des 125-jährigen Gründungsfestes erfolgt die Übergabe eines neuen VW-Busses. Dieser kann nun, da das im Betrieb stehende Tanklöschfahrzeug über eine Mannschaftskabine verfügt, als eigenständiges Fahrzeug eingesetzt werden.


Feuerwehrhaus

 

Die Ausrüstung einer Feuerwehr benötigt einiges an Platz. Eine eigene Zeugstätte war 1888 natürlich noch nicht vorhanden und so wurde die Saug- und Druckpumpe zu Beginn in der Wagenhütte des Haslbauern untergebracht. Bald schon erkannte man jedoch die Notwendigkeit eines eigenen Feuerwehrhauses und fand einen geeigneten Standort bei der Wagnerbrücke oberhalb des Kaufhauses Koch. So konnte die erste Zeugstätte 1893 ihrer Bestimmung übergeben werden.

Die Ausrüstung der Feuerwehr wurde mit der Zeit immer umfangreicher und die räumlichen Anforderungen höher. Der bestehende Bau entsprach nicht mehr den aktuellen Erfordernissen und das Kommando beschloss in seiner Sitzung vom 1. November 1951, die Verantwortung für das Feuerwehrwesen zurückzulegen. Es folgten Verhandlungen zwischen Gemeinde, Feuerwehr und dem Landesfeuerwehrverband, nach denen die Gemeinde schließlich den Beschluss fasste, ein neues Gemeindehaus samt Zeugstätte zu errichten.

Am 13. Juli 1953 konnte Zeugwart BM Andreas Klaushofer die im ersten Stock des Gemeindehauses befindliche Zeugstätte beziehen, und die Feuerwehr hatte wieder eine neue Heimstatt.

Um auch dem Feuerwehrboot eine neue Unterkunft zu bieten, wurde mit Unterstützung des Landesfeuerwehrverbands und mit viel freiwilliger Arbeitsleistung ein Bootshaus am südöstlichen Ufer des Fuschlsees errichtet und am 4. Dezember 1968 – am „Namenstag“ des Boots – kollaudiert.

Der Ankauf des ersten VW-Busses stellte die Feuerwehr vor die Situation, in der bestehenden Doppelgarage nunmehr drei Fahrzeuge unterbringen zu müssen. Der erforderliche Antrag auf Neubau einer Zeugstätte wurde im Jahr 1985 an die Gemeinde gestellt. Das entsprechende Gebäude mit drei Stellplätzen und einem Schlauchturm wurde daraufhin an der Hochfeldstraße errichtet. Da jedoch der Bedarf nach einem Gemeindebauhof sowie einem Kindergarten in der Gemeinde damals immer dringender wurde, adaptierte man den Neubau für diese Zwecke. Die Feuerwehr musste also weiter auf ein neues Zuhause warten, konnte jedoch nach dem Bau der Volksschule, die ehemaligen Räume des dorthin übersiedelten Kindergartens als Schulungs- und Sitzungsraum nutzen.

1999 wurde endgültig der Beschluss zum Neubau eines Feuerwehrgebäudes gefasst. An der Einmündung der Ellmaustraße in die B158 wurde ein geeignetes Grundstück gefunden und nach einer intensiven Planungsphase erfolgte am 30. September 2000 der Spatenstich. Innerhalb eines Jahres wurde eine moderne, den Anforderungen der Feuerwehr entsprechende, Zeugstätte mit drei Stellplätzen und einer Waschhalle errichtet und die Schlüssel am 14. Oktober 2001 der Freiwilligen Feuerwehr Fuschl am See übergeben.


Einsätze

 

All die Ausrüstung sowie die in zahllosen Übungen und Schulungen erworbenen Fertigkeiten dienen letztendlich nur einem Zweck – der Hilfeleistung bei Feuer, Unfall oder Naturkatastrophen. Seit ihrem Bestehen gab es unzählige Einsätze der Feuerwehr Fuschl am See, die unmöglich hier alle aufgelistet werden können. Aber einige besondere, über die teils Generationen später noch gesprochen wurde, möchten wir Ihnen doch nicht vorenthalten.

 

Der Dorfbrand 1892

 

Eine der größten Brandkatastrophen in der Geschichte von Fuschl am See nahm am 19. August 1892 in der Nagelschmiede ihren Anfang. Hier brach ein Feuer aus, das begünstigt durch den starken Südwind rasch auf das Haslgut, Hammerschmiedhaus und Zenzenhaus übergriff. Als der Wind drehte, war zudem das Oberdorf in Gefahr, das jedoch gemeinsam mit den Feuerwehren aus Hof, St. Gilgen und Thalgau vor Schlimmerem bewahrt werden konnte.

           

Hochwasser 1920

 

Am 6. und 7. September 1920 wurde Fuschl am See von einem schweren Hochwasser heimgesucht.

 

Hochlackenhof-Brand 1930

 

Ein schadhafter Kamin war die Ursache für diesen Brand am 12. Juni 1930. Die Feuerwehr musste zu Fuß im Dorf alarmiert werden, wodurch es zwei Stunden dauerte, bis schließlich die von Pferden gezogene Spritze am Ort des Geschehens eintraf.

 

Waldbrand 1933

 

Am 26. März dieses Jahres rückte die Feuerwehr aus, um einen bedrohlichen Waldbrand im Gänsgraben erfolgreich zu bekämpfen.

 

Hotelbrand 1942

 

Erst als am 30. Jänner trotz eisiger Kälte Schmelzwasser vom Dach des Seehotels Schlick tropfte, wurde man auf den Brand des Dachstuhls aufmerksam. Zwar fiel dieser komplett den Flammen zum Opfer, durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte das Gebäude selbst hingegen gerettet werden.

 

Jagdhausbrand 1947

 

Gemeinsam mit den Feuerwehren St. Gilgen und Hof rückte man am 28. April zum Jagdhaus der Famile Mayr-Melnhof aus. Auch dort war das Dach in Brand geraten, das Feuer konnte jedoch rasch unter Kontrolle gebracht werden.

 

Waldbrände 1947

 

Im selben Jahr bescherten mehrere Waldbrände auf dem Schober, dem Schafberg und dem Sulzberg unseren Einsatzkräften schlaflose Nächte, denn die Feuerwehr aus Fuschl am See war dabei zum Teil sogar über mehrere Tage hinweg durchgehend im Einsatz.

 

Hochwasser 1959 + 1966

 

Erhebliche Schäden richtete das schwere Hochwasser vom 12. und 13. August 1959 in Fuschl am See an. Keine zehn Jahre später forderte ein weiteres extremes Hochwasser am 23. Juli 1966 vollsten Einsatz von unserer Feuerwehr.

 

Lebensrettung 1967

 

Am 29. Jänner brachen zwei Schüler im Eis des Fuschlsees ein. In einem schwierigen Einsatz konnten beide von der Feuerwehr gerettet werden.

 

Sturm 1976

 

Bei einem schweren Sturm, der eine Spur der Verwüstung durch den gesamten Flachgau zog, wurden mehrere Häuser stark beschädigt und die Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen gerufen.

 

Staubexplosion und

Tankstellenbrand 1991

 

Im ehemaligen Werkhaus an der B158 – heute ein Teil der Firmenzentrale von Red Bull – ereignete sich am 17. April eine Staubexplosion, die einen Einsatz der Feuerwehr nötig machte. Besonders gefährlich wurde es am 29. November dieses Jahres. Ein Fahrzeug fing beim Betanken Feuer, und der Brand griff in weiterer Folge auf das Tankstellengebäude über. Das schnelle Eingreifen unserer Feuerwehr verhinderte dabei eine größere Katastrophe.

 

Hochwasser 1997

 

Zwar konnten am 19. Juli die Hochwasserschutzbauten am Eibenseebach Schlimmeres verhindern, dennoch mussten vier Keller ausgepumpt werden. Das Unwetter überraschte zudem zwei Wanderer, von denen einer nach einem Schwächeanfall mit dem Boot geborgen werden musste.

 

Feuer und Wasser 2002

 

In einem der intensivsten Jahre für die Feuerwehr Fuschl am See bewältigte man am 17. Juli ein Hochwasser im Ortsgebiet sowie am 12. August in Plainfeld. Anhaltende Regenfälle führten hier zu einem sogenannten Jahrhunderthochwasser, von dem das ganze Land Salzburg betroffen war. So auch Fuschl am See, wobei die Feuerwehr bei ihrem Einsatz vom Löschzug Winkl tatkräftig unterstützt wurde. Ein weiterer Einsatz galt zwei Tage später einem überfluteten Keller. 204 Feuerwehrleute von insgesamt 9 Feuerwehren waren am 5. September bei einem Großbrand beim Wesenauerbauer im Einsatz, der beim Eintreffen jedoch bereits in Vollbrand stand.

 

Tierrettung 2003

 

Zu einem besonders kuriosen Notfall wurde die Feuerwehr am 14. Februar gerufen. Eine festgefrorene Wildente musste auf dem See geborgen werden.

Silobrand 2004

 

Genau am Allerheiligentag wurde Feueralarm bei der Tischlerei Wörndl gegeben. Der Spänesilo war in Brand geraten und konnte mit Hilfe der Feuerwehr St. Gilgen sowie der Drehleiter Winkl unter schwerem Atemschutz ausgeräumt werden.

 

Wassereinsätze 2005

 

Im Rahmen des Katastrophen-Zugs des Abschnitts 2 am 16. Juli kamen fünf Mann der Feuerwehr Fuschl am See erfolgreich bei einem Hochwasser im Pinzgau zum Einsatz.

Ein Alarm der anderen Art wurde am 19. Dezember gegeben. In der Nähe des Schloß Fuschl kam es zu einem Ölaustritt, wobei Öl in den See gelangte. Mit Hilfe des Bootes der Feuerwehr Fuschl am See konnte eine Ölsperre auf dem See errichtet und somit Schlimmeres verhindert werden.

 

Unfall, Schnee + Feuer 2006

 

Das neu erworbene hydraulische Rettungsgerät konnte bei einem Verkehrsunfall am 11. Jänner zum ersten Mal erfolgreich zur Bergung eingesetzt werden.

Zwischen dem 8. und 11. Februar 2006 gingen starke Schneefälle über dem Flachgau nieder, die mehrere Einsätze zur Folge hatten. Gemeinsam mit Einheiten des Österreichischen Bundeheeres mussten viele Dächer von der Schneelast befreit werden, um einen Einsturz zu verhindern.

Am 13. Juni 2006 wurden die Feuerwehren Fuschl am See und Hof zum Schloß Fuschl gerufen, wo im Zuge von Bauarbeiten ein Brand ausgebrochen war. Dieser Einsatz wurde übrigens von einem anwesenden deutschen Kamerateam für das Fernsehen dokumentiert.

 

Orkan 2007

 

Am 18. und 19. Jänner fegte der Orkan Kyrill mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 km/h über Europa hinweg und hinterließ umgestürzte Bäume sowie abgedeckte Dächer, die auch unserer Feuerwehr vollsten Einsatz abverlangten.

 

Florianifeier 2009

 

Ausgerechnet während der Florianifeier am 3. April wurde Alarm ausgelöst. Mehrere Personen waren in einem Lift eingeschlossen, konnten jedoch bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

 

Balkonbrand 2010

 

Den wohl kürzesten Weg zu einem Einsatz hatte die Feuerwehr am 26. April. Direkt gegenüber der Zeugstätte war auf einem Balkon des Steakhouse ein Feuer ausgebrochen, das nicht nur rasch erreicht, sondern auch ebenso schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.

 

Wasserrettung + Chemie 2012

 

Der Juli war in diesem Jahr ein ereignisreicher Monat. Zuerst kenterte am 8. Juli ein Boot auf dem Fuschlsee, dieses konnte jedoch mit Hilfe des Feuerwehrbootes rasch geborgen und eine Person gerettet werden.

Zwei Wochen später gab es einen nicht alltäglichen Einsatz im Recyclinghof der Gemeinde Fuschl am See. Ein Fass mit gemischten Chemikalien war undicht geworden und musste unter Schutzstufe 3 geborgen werden. Zur Unterstützung wurde die Feuerwehr Seekirchen alarmiert, die mit Atemschutz- und Gefahrengutfahrzeugen anrückte.

 

Es gäbe noch Vieles mehr über weitere Einsätze zu berichten. Eine erfreuliche Tatsache sollte jedoch unbedingt erwähnt werden – nämlich, dass es in der 125-jährigen Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Fuschl am See während des Einsatzes niemals zu schweren Unfällen von Feuerwehrleuten gekommen ist. Möge dies auch in Zukunft so bleiben!

 

OV Ing. Thomas Schremser